[Rezension] „Die Insel der besonderen Kinder“ von Ransom Riggs

„I had just come to accept that my life would be ordinary when extraordinary things began to happen. The first of these came as a terrible shock and, like anything that changes you forever, split my life into halves: Before and After.“ S.12

Inhaltsangabe

Jacob Portman lebt ein gewöhnliches Leben. Er besucht eine ganz normale High School, hat einen ganz normaler Nebenjob in einem Drogeriegeschäft und eine ganz normale Familie – bis auf seinen Großvater. Schon seit er ein kleines Kind war erzählt sein Großvater ihm immer wieder phantastische Geschichten von einer geheimnisvollen Insel auf der er gelebt hat. Zusammen mit Kindern mit besonderen Gaben. Inzwischen glaubt Jacob zu wissen, dass sein Großvater ihm nur Märchen erzählt hat, bis er sich nach dem mysteriösem Tod seines Großvaters selber auf besagter Insel wiederfindet und sein gewöhnliches Leben sich in ein äußerst ungewöhnliches wandelt.

Meine Meinung

Miss Peregrine’s Home for peculiar children hat mich wirklich auf eine eher ungewöhnliche Art und Weise in seinen Bann gezogen. Bei vielen anderen Büchern habe ich manchmal das Gefühl, ich könnte gar nicht schnell genug hinterherkommen mit dem Lesen und muss mich bremsen, die Wörter nicht zu überfliegen vor lauter Anspannung. Ransom Riggs hingegen schafft es die Handlung in einem ruhigen Tempo vorzugeben und das, ohne dass es zu langatmig oder gar langweilig wird. Er verzichtet fast durchweg auf viele Metaphern oder ausschweifende Erklärungen. Sein Schreibstil ist klar und auf den Punkt gebracht. Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – fiel es mir unglaublich leicht mich in die Handlung reinzuversetzen und mich zusammen mit Jacob auf der Insel wieder zu finden.

„I sparked with excitement – not only at her touch, but at the thought of the day that lay ahead, full of endless possibility. […] So would the peculiar children’s. They were the gods of this strange little heaven, and I was their guest.“ S.184

Eines meiner Highlights waren definitv die Fotos, die sich immer wieder finden lassen. Nicht nur spielen diese Fotos eine größere Rolle in der Handlung sondern helfen auch, Personen wiederzuerkennen und unterstreichen die mysteriöse und doch leicht düstere Atmosphäre die die Kinder umgibt. Ein Tipp: Schaut euch die Fotos nicht schon vorher an! 

„I had always known the sky was full of mysteries – but not until now had I realized how full of them the earth was.“ S.342

Jacob, der Außenseiter, ob in der Schule oder zu Hause, findet sich plötzlich in den phantastischen Märchen seines Großvaters wieder und erkennt, dass doch mehr an den Geschichten dran zu sein scheint. Er trifft auf Emma, die Flammen aus dem nichts erschaffen kann, Olive, die leichter als die Luft selbst ist und Millard, den unsichtbaren Jungen. Er erlebt die unglaublichsten Sachen und doch wirkt Jacob manchmal regelrecht gelangweilt. An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Emotionen gewünscht, etwas mehr Einblick in Jacob’s Gedankenwelt, vor allem in anbetracht der Tatsache, dass Jacob’s ganze Welt auf den Kopf gestellt wird. Ich an seiner Stelle wäre bei all den neuen Eindrücken völlig aus dem Häuschen!

Fazit

Als Auftakt zur Trilogie finde ich Miss Peregrine’s Home for peculiar children sehr gut gelungen, es entführt uns in eine neue Welt und ich werde auf jeden Fall die Folgebänder lesen! Es punktet mit einem sehr klaren Schreibstil und einer spannenden, aber nicht rasanten Handlung. An manchen Stellen hätte vielleicht etwas mehr Einblick in Jacob’s Gefühlsleben gut getan, aber alles in allem war es wirklich stimmig.

Kategorie


Ransom Riggs – Miss Peregrine’s Home for peculiar children

Verlag: Quirk

Erscheinungsdatum: 04.06.2013

ISBN: 978-1-59474-603-1

Seiten: 382

 

 

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10 Gedanken zu “[Rezension] „Die Insel der besonderen Kinder“ von Ransom Riggs

  1. franzischoenbach schreibt:

    Ich liebäugel ja schon ewig mit dem Buch, und trotzdem hat es es bisher nicht auf meinem SuB geschafft. Aber dank deiner Rezension geh ich doch mal schnell schauen, ob ich es mir nicht doch direkt kaufe :D. Ich bin so neugieirg darauf, vor allem auf die Sache mit den Fotos. glg Franzi

    Gefällt 1 Person

  2. Silvia schreibt:

    Erst gestern Abend habe ich mit meiner Tochter den Film gesehen. Leider habe ich das Buch noch nicht gelesen.
    Den Film fand ich gar nicht schlecht. Das Buch werde ich vielleicht noch nachschieben. Alle sagen das Buch sei besser als der Film , deshalb habe ich mich für diese Reihenfolge entschieden. Mich interessieren die Unterschiede in diesem Fall sehr.
    Nach dem Film hatten wir eine längere Diskussion über die Logik in Zeitreiseromanen…
    Viele Grüße
    Silvia

    Gefällt 1 Person

  3. Auroria schreibt:

    Ich habe mir das Hörbuch dazu angehört. Das Buch selbst habe ich noch nicht gelesen. Viele sind skeptisch, ob das ohne Bilder funktioniert. Da ich die Bilder nicht kannte, die Beschreibungen aber sehr anschaulich waren, habe ich nicht den Eindruck gehabt, dass mir etwas Wichtiges fehlte.
    Das Buch in Englisch zu kaufen, ist eine tolle Idee. Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Die Zitate,die du herausgesucht hast, bestärken mich darin, mir die englische Version ins Regal zu stellen.

    Gefällt 1 Person

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