[Rezension] Maria D. Headley – Magonia

Magonia, Maria D. Headley, Bücherpanda

Inhaltsangabe

Seit Aza ein kleines Kind ist leidet sie unter Atemproblemen. Keiner kennt den Grund für ihre Krankheit. Als sie eines Tages ein fliegendes Schiff in den Wolken sieht, glaubt sie zuerst an eine Halluzination. Doch nur kurze Zeit später findet sich Aza auf besagtem Schiff hoch oben in den Wolken wieder. Angeblich ist sie kein Mensch, sondern gehört zu dem Himmelsreich, welches sich Magonia nennt. Zum ersten Mal in ihrem Leben kann Aza atmen… und besitzt außerdem magische Fähigkeiten von ungeahnten Ausmaßen.

Meine Meinung

Magonia ist seit langem das erste Buch welches ich abgebrochen habe. Das passiert mir wirklich äußerst selten. Und dabei war ich so angetan von der Inhaltsangabe und habe mich voller Vorfreude auf dieses Buch gestürzt.
Dabei fing alles so gut an. Die ersten 50 Seiten fand ich ausgesprochen gut und mochte den Aufbau. Aza, die mit ihrer einzigartigen Krankheit versucht sich zurecht zu finden. Ihr bester Freund Jason, der mir absolut sympathisch war mit seinen Eigenheiten. Und immer wieder diese mysteriösen Wolkenformationen und Stimmen, die vom Himmel aus nach Aza zu rufen scheinen. Bis hier hin war alles gut. Ich habe mich wohlgefühlt mit dem Buch und mich darauf gefreut weiterzulesen.

Dann wurde alles anders. In dem Moment, als Aza plötzlich auf dem Schiff in den Wolken landet – es wurde übrigens nie erklärt, wie das passiert ist und ich fürchte, das wäre auch im restlichen Buch nicht passiert – nimmt die Katastrophe ihren Lauf.
Aza findet sich über den Wolken wieder. Doch sind es hier keine Menschen, die sie erwarten, sondern Vogelähnliche Kreaturen. Naja, zumindest zum Teil. Es gibt die, die Aussehen wie Menschen und die, die mehr nach Vogel aussehen. Aus welchen Grund und warum diese unterschiedlichen Wandlungen wird nicht erklärt. Aza fragt aber auch nicht danach.
Sie nimmt es einfach hin, dass sie jetzt dort oben über die Lüfte schwebt, das Dock putzen soll und angeblich nach Magonia gehört.
Das sie magische Fähigkeiten haben soll und einfach doch mal drauflos singen soll, hinterfragt sie auch nicht. Der Leser und sie bekommen keine Erklärungen und Aza scheint das auch herzlich wenig zu interessieren.

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Überhaupt fragt sie gar nichts und nimmt alles wie es ist. Wie sie auf dem Schiff gelandet ist? Keine Ahnung. Es gibt auch keinerlei Antrieb ihrerseits nach Hause zu wollen. Dorthin wo sie 16 Jahre aufgewachsen ist. Ja, sie vermisst ihre Familie und Jason. Aber nicht genug um dorthin zurück zu wollen.
Immerhin gibt es ja den höllisch heißen Wie hieß er noch gleich? Der behandelt sie zwar wie Dreck, aber was solls. Er sieht dafür ja umwerfend aus.

Und dann bin ich zu dem Punkt gekommen, an dem ich das Buch fassungslos zugeklappt habe und seitdem nie wieder in die Hand genommen habe.
Aza, seit ein paar Tagen auf dem Schiff, keine Ahnung von nichts, rettet ohne selbst zu wissen wie die komplette Crew. Die ausgebildeten, erfahrenen Kämpfer, die absolut keine Chance hatten und dem Tod ins Auge blickten. Und Aza schafft es, ohne großen Aufwand und ohne nachzudenken alle zu retten. Innerhalb von vielleicht 2 Seiten. Wirklich? Ich meine, wie? Andere trainieren jahrelang ihre Fähigkeiten und sie hat keine Ahnung wie irgendetwas funktioniert, aber als es drauf ankommt wird ihr wundersamer Weise bewusst, was genau sie tun muss um den Kampf zu gewinnen? Und eigentlich ja nicht mal das. Sie hat nach dem Kampf selbst keine Ahnung, wie sie das gemacht hat.

Durch und durch fehlen mir jegliche Erklärungen zu allem und die Naivität und Ignoranz von Aza war einfach nur nervtötend. Generell das Verhalten von so ziemlich jedem auf dem Schiff war unlogisch. So wird sie zum Beispiel von Wie hieß er denn gleich noch? kritisiert, dass sie keine Ahnung von ihren magischen Kräften hat und nicht weiß, wie man diese einsetzt. ÄH? Vielleicht weil sie auf der Erde bei normalen Menschen groß geworden ist? Aber das sagt sie ihm so natürlich nicht. Sie bewundert lieber seine tollen Muskeln.

Fazit

Normalerweise finde ich mich im YA Genre gut wieder und hab kein Problem mit ein paar Klischees. Aber Magonia hatte davon definitiv zu viele und dazu unglaublich viele unlogische Geschehnisse und zu wenig Erklärungen. Für mich war dieses Buch ein Reinfall.
Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass Magonia vor allem jüngere Leser anspricht und gut unterhalten kann, wenn die eigenen Ansprüche nicht zu hoch sind. An sich ist die Idee ja gar nicht schlecht, nur für mich nicht gut umgesetzt.

Kategorie

Ansichtssache


Magonia, Maria D. Headley, Heyne fliegt, Heyne

Maria D. Headley – Magonia

Gebundene Ausgabe, Seiten: 368

ISBN: 978-3-453-27017-6

Erscheinungsdatum: 03.04.2017

Preis: 16,99€

Heyne fliegt

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6 Gedanken zu “[Rezension] Maria D. Headley – Magonia

  1. Janna | KeJas-BlogBuch schreibt:

    Autsch … aber das Buch scheint man entweder zu lieben oder zu hassen … von Abbruch bis Highlight habe ich schon alles mitbekommen und auch wenn es auf der Wunschliste bleibt, steht es eher unten. Das Cover ist aber *-*
    Ich kann deine Kritikpunkte verstehen und finde einen Abbruch dann am sinnigsten, dafür hat man einfach zu wenig Lesezeit!

    Hab ein feines Wochenende!

    Gefällt 1 Person

    • Buecherpanda schreibt:

      Ja ich wollte es wirklich wirklich mögen 😦 leider sollte es nicht sein… Ja, das Cover ist wirklich wunderschön, da geb ich dir absolut recht 🙂
      Hoffentlich gefällt es dir besser!
      Dir auch noch ein schönes Wochenende 😚

      Gefällt mir

  2. Jill von Letterheart schreibt:

    Liebe Jenny,

    schade, dass das Buch für dich so ein Fehlgriff war!
    Ich kann viele deiner Kritikpunkte absolut nachvollziehen, dennoch muss ich sagen, dass es mich auch fasziniert hat… *wegduck* 😀
    Die Klischees und viele Übertreibungen, gerade zum Schluss hin, sind mir auch sehr auf die Nerven gegangen, allerdings fand ich die vielen neuen Aspekte einfach toll.
    Aber eine schöne und ehrliche Rezension!

    Liebste Grüße ❤ Jill

    Gefällt 1 Person

    • Buecherpanda schreibt:

      Hey Jill,

      Ja, es gibt auch immer wieder Klischee überladene Bücher, die mir trotzdem gefallen 🙂 Ich glaube am meisten stört mich dieses „aus dem Nichts ist sie unbesiegbar und kann alles“ Klischee…
      Ich kann aber absolut verstehen, dass es anderen gefällt und an sich finde ich die Idee vom Himmelsreich echt interessant 🙂

      Gefällt mir

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