[Kurzrezension] Gillian Flynn – Dark Places

Hällochen ihr Lieben ♥

Heute gibt es mal wieder eine Kurzrezension für euch.
Worauf ich dabei genau eingehe, werde ich wie immer dem jeweiligen Buch anpassen, also lasst euch überraschen!


Kurz zum Inhalt

In Dark Places folgen wir der jungen Frau Libby Day. Libby’s Familie wurde brutal ermordet als sie noch ein kleines Kind war. Und zwar von ihrem älterem Bruder Ben Day! Jahre nach dem traumatischen Ereignis lebt Libby zurückgezogen und finanziert sich durch Spenden und Almosen. Doch ihre Ersparnisse neigen sich dem Ende und kurzerhand entschließt Libby sich dem Kill Club anzuschließen. Fanatiker, die der Überzeugung sind, dass das Verbrechen rund um die Familie Day noch nicht endgültig aufgeklärt ist. Libby sucht für eine Bezahlung nach Beweisen – und stößt dabei auf Ungereimtheiten die ihr Angst machen. Ist ihr Bruder Ben vielleicht doch nicht der Mörder?

Die Protagonisten

Libby Day ist eine furchtbar unsympathische Figur. Ich habe mich regelmäßig über sie und ihre Naivität aufgeregt. Sie benimmt sich wie ein kleines Kind und ist schnell beleidigt. Das sie natürlich ein heftiges Trauma durchmacht ist klar, trotzdem ist sie einfach nur ein schrecklicher Mensch. Sie klaut in einer Tour und das einzige was sie interessiert ist Geld. Arbeiten würde für sie nicht mal in Frage kommen. Man kann nicht wirklich behaupten, dass Libby eine Wandlung durchmacht. Positiv kann man vielleicht nur anmerken, dass sie sich dafür einsetzt die Wahrheit herauszufinden.

Erzählstruktur

Wir erleben die Handlung abwechselnd aus der Sicht von Libby in der Gegenwart und aus der Sicht von Ben Day (selten auch mal die Mutter) in der Vergangenheit.
Dabei nähern sich die beiden Ereignisstränge immer weiter dem Höhepunkt der Geschichte an und mit jedem Kapitel wird mehr klar, was sich eigentlich für eine Tragödie abgespielt haben muss. Ich persönlich habe mich immer sehr auf die Vergangenheitskapitel gefreut, da diese bei weitem informativer waren, als die Kapitel aus Libbys Sicht. Während Libby nur von einem Hinweis zum nächsten hangelt, erfahren wir durch Ben was sich damals wirklich zugetragen hat.

Spannungsverlauf

Auch wenn die Spannung scheinbar immer weiter steigen sollte, haben mich die Kapitel von Libby doch öfter wieder rausgerissen. Bei Gone Girl hat die Autorin ein ähnliches Verfahren verwendet, in dem immer wieder Tagebucheinträge zu lesen waren. Bei Dark Places war das für mich aber weniger stimmig, da die Vergangenheitskapitel extrem spannend waren, wohingegen die Gegenwartskapitel kaum etwas zu bieten hatten. Erst ganz zum Schluss wurde es etwas interessanter.

Das Finale

… fand ich total langweilig. Irgendwie habe ich die ganze Zeit mehr erwartet. Ja sicher, es war tragisch was sich zugespielt hat, aber einige Dinge waren doch etwas unlogisch und irgendwie war es mir einfach zu viel Zufall. Ich hätte mir da auf jeden Fall mehr erhofft und war dann ein wenig enttäuscht. Weder das Ende in der Vergangenheit, noch das Ende in der Gegenwart konnte mich überzeugen.

Fazit

Kein Thriller nach meinem Geschmack. Zwischenzeitlich wirkte es vielversprechend, aber das Ende hat dann doch wieder vieles kaputt gemacht. Das Buch kann man gut in einem Rutsch weglesen und auch wenn es nicht das beste Buch ist, war es jetzt auch nicht super enttäuschend. Die Vergangenheit rund um die Familie Day war spannend genug um mich am Lesen zu halten, auch wenn die Gegenwart kaum was zu bieten hatte.

Kategorie

Zugbegleiter


Weitere Meinungen:

Elli von Buchhaim


Gillian Flynn – Dark Places. Gefährliche Erinnerungen

Paperback, Seiten: 464

ISBN: 978-3-651-01189-2

Erscheinungsdatum: 2014

Preis: 14,99€

Fischer Verlag

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5 Gedanken zu “[Kurzrezension] Gillian Flynn – Dark Places

  1. Kitsune schreibt:

    Morgen :) Du hast mir die Entscheidung, ob ich dieses Buch lesen soll oder nicht abgenommen. Ich mochte schon Gone Girl überhaupt nicht. Martin hatte es gelesen, fand es ganz gut und wollte mit mir den Film sehen, weil wir den mal über LoveFilm ausgeliehen hatten. Ich hab mir dann auch schnell das Buch geschnappt und es in relativ kurzer Zeit gelesen. Allerdings wirklich nur unter Kraftanstrengung. Den Hype von Gone Girl (sowohl Buch als auch Film) kann ich persönlich nicht nachempfinden, aber da hat jeder – zum Glück – seinen eigenen Geschmack. Ich hatte dieses hier schon auf dem Radar gehabt, war mir aber nicht so sicher. Du beschreibst in deiner Rezension meine Befürchtungen, von daher lasse ich es lieber sein und kaufe mir dafür einen guten Thriller. :)

    Grüßle, Nise

    • Buecherpanda schreibt:

      Also wenn du Gone Girl schon nicht mochtest, ist das hier mit Sicherheit nichts für dich! Dann ist es auf jeden Fall besser du suchst dir was wirklich spannendes 😊
      Ich mochte Gone Girl sehr und daher ist es ausgesprochen schade, dass ihre restlichen Bücher nicht mithalten können! Leider habe ich schon lange keinen wirklich guten Thriller mehr in der Hand gehabt, also falls du eine tolle Entdeckung machst… ;)

      • Kitsune schreibt:

        Du, ich hab da grad auch eher die Flaute. Vielleicht „Der Knochensammler“? Den fand ganz gut, ist aber ein Zweiteiler. Ich hab allerdings noch den neuen Fitzek ungelesen hier, vielleicht ist der ja was. Mal sehen. ^^

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