[Serien-Rezension] B: The Beginning

© Netflix

Schon immer übten Animes einen gewissen Reiz auf den Zuschauer aus. Die Möglichkeiten sind schier grenzenlos und es ergibt sich die Gelegenheit in Welten einzutauchen, von denen wir bisher kaum zu träumen wagten.

Gleichzeitig sind auch die Herstellungskosten eines Animes gegenüber eines großen Hollywoodfilmes überschaubar. Es braucht keine Kulissen, keine Schauspieler. Den Aufwand und die Liebe zum Detail sollte man trotzdem niemals unterschätzen. In Japan sind vor allem die Sprecher berühmter Anime-Figuren gefeierte Stars, wie es hier in Deutschland nicht denkbar wäre.

Doch woher kommt sie, die Liebe zu den gezeichneten Serien und wie schaffen es japanische Zeichentrickserien die ganze Welt zu erobern?


B: The Beginning

Vor kurzem veröffentlichte Netflix einen neuen Anime der unter die Kategorien Crime, Sci-Fi und Drama fällt. Eine düstere Atmospähre geht schon vom Teaser aus und die Produktion stammt aus dem Hause Production I.G., die auch große Animes wie Ghost in the Shell und Attack on Titan herausgebracht haben.
Damit hat B:The Beginning schon Pluspunkte gesammelt, bevor ich überhaupt auf Play gedrückt habe.

Doch konnten sich diese ersten Eindrücke bewahrheiten?

B: The Beginning beginnt ohne zu zögern mit seinen düsteren Seiten. Mehrere Morde ereignen sich in der Kleinstadt und überall hinterlässt der Killer sein Zeichen: B III, was ihm den Namen Killer B verschafft. Schon innerhalb der ersten Folge wird klar, dass es Menschen mit übernatürlichen Kräften gibt, eine Organisation, deren Ziel unbekannt bleibt. Dass diese Organisation und Killer B in einem Zusammenhang stehen ist offensichtlich, doch inwieweit wird erst ziemlich zum Ende klar.

Dieses rätseln und spielen mit dem Zuschauer ist es, was mich an den Bildschirm fesselt, die Unklarheit in der man gelassen wird. Man will wissen, wie sich das Große Ganze zusammensetzt, wie das Gesamtbild aussieht. Hinweise werden zu genüge gestreut, doch wirklich erschließen kann man sich das Ende nicht.
Die Serie lässt uns dann mehrere große Finale erleben, jedes für sich stimmig und in sich abgeschlossen. Der Zusammenhang zwischen den verschiedenen Strängen ist eher dünn, trotz allem erkennbar und lässt uns das Ausmaß des Ganzen ausmachen.

Zu den oftmals düsteren Szenen gesellen sich auch die lustigen Momente, die der Serie einen gewissen Charme verleihen. Charaktere wie Lily hellen das Geschehen auf und sorgen für die nötige Sympathie mit den Figuren. Der Detective Keith erinnert mit seiner schrulligen und eigenbrötlerischen Art an Sherlock und gibt der Handlungen einen gewissen Witz mit.

Auch wenn die Geschichte nicht langweilt, sind manche Sequenzen doch eher kompliziert zu verstehen und man muss der Handlung seine ganze Aufmerksamkeit widmen um nicht am Ende mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf zu enden. Dafür bekommt man eine spannende Serie geliefert, die sowohl Fans von Crime, als auch Fantasy und Sci-Fi begeistern kann.
Mit einem eher realistischen und gut ausgearbeiteten Zeichenstil überzeugt dieser Anime auf ganzer Linie und sollte auch Kenner begeistern.

Fazit

B: The Beginning ist eine ausgeklügelte Anime-Serie für Fans der Genre Crime, Drama und Fantasy. Mit einer insgesamt eher düsteren und ernsten Atmosphäre werden hier vor allem Erwachsene angesprochen. Diese Serie ruft zum rätseln und mitfiebern auf, wer unaufmerksam ist, versteht am Ende vielleicht einige Punkte nicht. Spannend und unterhaltsam ist dieser Anime auf jeden Fall eine Empfehlung.

Must-Watch


© Netflix

B: The Beginning

1 Staffel

12 Episoden à 25 min.

Genre: Anime, Sci-Fi, Crime, Drama

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Ein Gedanke zu “[Serien-Rezension] B: The Beginning

  1. Ramona | El Tragalibros schreibt:

    Vielen Dank für diese Anime-Rezension!
    Ich war mal ein richtig großer Anime-Fan und das hat sich mit der Zeit etwas verlaufen. Nun will ich das wieder aufleben lassen und habe neben Comics auch wieder angefangen in den einen oder anderen Manga reinzuschüffenl. Außerdem lerne ich Japanisch und die Welt der Animes wiederzuentdecken steht auch auf dem Plan. Vielleicht beginne ich diese Entdeckungstour sogar mit „B: The Beginning“ – auf die Watchlist setze ich die Serie jedenfalls sofort!

    Viele Grüße
    Ramona (#litnetzwerk)

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